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Falcon-Röhrchen gehören zur Grundausstattung jedes Labors. Die konischen Röhrchen mit Schraubverschluss dienen zum Zentrifugieren, Aufbewahren und Transportieren von Proben. Doch Röhrchen ist nicht gleich Röhrchen: Wer Volumen, Zentrifugalkraft und Reinheit auf den Versuch abstimmt, arbeitet sicherer und reproduzierbarer.

Welche Größe passt: 15 ml oder 50 ml?

Am häufigsten kommen Falcon-Röhrchen mit 15 ml und 50 ml zum Einsatz. Die 15-ml-Röhrchen eignen sich für kleinere Probenmengen und Zellpellets, die 50-ml-Röhrchen für größere Volumina wie Medien, Puffer oder Zellsuspensionen. Wichtig ist die gut lesbare Skala mit Beschriftungsfeld, damit Proben eindeutig zugeordnet werden können.

Material und Belastbarkeit

Hochwertige Röhrchen bestehen aus medizinischem Polypropylen (PP) und halten Zentrifugalkräften von bis zu 12 000 g stand, einzelne Varianten sogar bis zu 16 000 g. Prüfen Sie immer die maximale Beschleunigung, bevor Sie die Röhrchen in die Zentrifuge stellen. Je nach Modell sind sie für Temperaturen von etwa -80 °C bis +121 °C ausgelegt und damit auch für das Einfrieren von Proben geeignet.

Verschluss und Verpackung

Der Schraubverschluss sollte dicht schließen, um Auslaufen und Kontamination zu vermeiden. Es gibt Flach- und Plug-Seal-Deckel. Röhrchen sind im Beutel oder bereits im Rack verpackt erhältlich, selbststehende Varianten mit Kragen stehen auch ohne Ständer sicher.

Steril und frei von DNase und RNase

Für molekularbiologische Arbeiten und Zellkultur sollten die Röhrchen steril sowie DNase-, RNase- und pyrogenfrei sein. Eine Sterilisation per E-Beam und eine saubere Produktion im Reinraum senken das Risiko von Verunreinigungen.

Richtig zentrifugieren: RCF statt nur Drehzahl

Entscheidend für das Ergebnis ist nicht die Drehzahl, sondern die relative Zentrifugalbeschleunigung (RCF, in g). Sie hängt vom Rotorradius ab und lässt sich aus der Drehzahl berechnen. Stellen Sie die Röhrchen immer paarweise und gleichmäßig befüllt gegenüber in den Rotor, damit die Zentrifuge ausgewuchtet bleibt. Überschreiten Sie nie die für das Röhrchen angegebene Höchstbeschleunigung, da es sonst platzen oder lecken kann.

Beschriften, lagern und ordnen

Ein Beschriftungsfeld und eine Skala erleichtern die Dokumentation im Laboralltag. Für Ordnung sorgen Ständer in passender Größe, die Röhrchen aufrecht halten und Verwechslungen verhindern. Zum Einfrieren und Aufbewahren eignen sich Röhrchen, die für tiefe Temperaturen freigegeben sind. Lagern Sie ungeöffnete Packungen trocken und in der Originalverpackung, damit die Sterilität erhalten bleibt.

Fazit

Mit der richtigen Wahl von Volumen, Material und Reinheit sparen Labore Zeit und vermeiden Fehler. Eine Übersicht über Falcon-Zentrifugenröhrchen in 10, 15 und 50 ml finden Sie bei Genoplast.